Siegertexte Schreibwettbewerb Platz 3: Monsterangst von Paula Kabisch, 4b

Es ist 8:00 Uhr. Tom sitzt vor dem Fernseher und schaut die Serie „Monster mäßig gut“. Er darf so lange aufbleiben, weil Ferien sind. Die Serie ist spannend und gruselig. Sie ist mit Monstern, die gerade angreifen wollen, doch da kommen Toms Eltern: „Ins Bett mit dir!“

Tom widerspricht gar nicht erst und geht fix ins Bett. Er schläft relativ schnell ein, doch mitten in der Nacht wacht er mit einem Schlag auf. „Boah, ist das dunkel!“, ist Toms erster Gedanke. Sein zweiter Gedanke: „Wo ist mein Kuschelbär? Ach, hab’ ich ihn wohl wieder im Schlaf aus dem Bett geworfen?“

Tom will seinen Bär greifen, stockt dann aber, weil ein unheimlicher Schatten, der aussieht wie eines dieser Monster aus der Serie, am Fenster ist. Tom zieht seinen Arm zurück und kriecht unter die Decke, nur noch seine Augen lugen heraus.

„Hilfe!“, denkt Tom. Jetzt bewegt sich der Schatten auch noch. Alles ist dunkel, nur durch das Fenster scheint ein bisschen Licht vom Vollmond durch die Vorhänge hinein. Und genau in diesem Licht ist ein Schatten zu erkennen. Groß ist er, mit einigen Tentakeln, die sich auf und ab bewegen.

Tom hat eine blühende Fantasie und will sie jetzt nutzen. Mutig steht er auf, geht zum Fenster (wie ein Ritter, bevor dieser eine Drachenhöhle betritt) und zieht die Vorhänge zur Seite.

„Aaaaah!“, Tom schreit fast auf. Draußen ist ein unheimliches schwarzes Etwas. Doch bei genauerem Hinsehen sieht man, dass das Etwas ein großer Fledermausschwarm ist.

Tom kichert, schnappt sich seinen Bären und legt sich ins Bett. Er geht die Geschehnisse im Kopf immer wieder durch und schmückt sie mit viel Fantasie noch aus. Schließlich ist Tom aber so müde, dass ihm die Augen zufallen.