Siegertexte Schreibwettbewerb Platz 1: Das Geräusch aus dem Keller von Freda Pusch, 4d

Es war die Nacht vor Halloween. Kiara und Nick lagen in ihren Betten. Sie waren ganz allein im Haus, denn ihre Eltern waren bei einem Geschäftsessen. Sie flüsterten noch leise mit einander und eigentlich war es sehr gemütlich. Aber auf einmal hörten die beiden komische Geräusche aus dem Keller.

„Nick, sag was ist das?“, fragte Kiara.
„Ich weiß es auch nicht!“, sagte Nick und setzte sich langsam hin. Es war sehr dunkel und die Geschwister hassten die Dunkelheit!

Beide standen ganz langsam auf und nahmen eine Taschenlampe mit.
„Ich glaube, das kommt aus dem Keller“, sagte Kiara ängstlich.

Leise gingen sie die knarzende Kellertreppe hinunter. Plötzlich hörten sie ein lautes Grummeln. Sie schreckten mindestens drei Kellertreppen zurück nach oben.
„Komm, wir schaffen das!“, sagte Nick, nahm Kiaras Hand und sie gingen hinunter. Auf einmal schoss ein großer Schatten in einen Raum.
„Wollen wir nicht doch umkehren? Ich habe Angst!“, sagte Kiara mit schlotternden Knien. „Nein, wir ziehen das durch!“, sagte Nick, obwohl sich seine Beine anfühlten wie Wackelpudding.

Sie gingen in den Raum hinein, in dem der Schatten verschwunden war. Zwei glühende Augen guckten hinter einer alten Weinflasche hervor. „Nick, ich mache jetzt die Taschenlampe an. Okay?“, fragte Kiara und schaltete die Taschenlampe an, ohne auf Nicks Antwort zu warten.
„Minze! Wir haben dich überall gesucht!“, entfuhr es Nick. Denn die Katze von Nick und Kiara, die sie überall gesucht hatten, saß hinter der alten Weinflasche.

Auch Kiara war froh, dass es kein Monster war. Sie gingen wieder in ihr Zimmer und Kiara ließ Minze ausnahmsweise in ihrem Bett schlafen.

Siegertexte Schreibwettbewerb Platz 2: Angst ist eine Kugel von Laith Hamraoui, 2c

Angst ist ein erschreckendes Gefühl. Wenn ich Angst habe, fühle ich ein Zittern im Bauch. So ging es mir auch beim Fußball. In meinem alten Team hatte ich oft Angst, obwohl ich den Fußball über alles liebe. Manchmal habe ich mich bei den Spielen nicht richtig getraut, weil ich Angst vor dem Trainer hatte. Der Trainer war sehr streng und laut. Ich war sauer und hatte keine Lust mehr. Ich wollte raus aus der Mannschaft.

Meine Eltern haben auch oft mit mir geredet. Und dann habe ich mich entschieden, die Mannschaft zu wechseln. In der neuen Mannschaft hat mir mein neuer Trainer mit meiner Angst geholfen. Er hat mir gesagt, dass Angst ein Gegner ist, den wir abschütteln müssen.

Also habe ich meine Augen geschlossen und mir vorgestellt, dass Angst eine Kugel ist, die wir zu den Gegnern schießen. Und dann habe ich es geschafft, meine Angst zu überwinden.

Jetzt bin ich glücklich in meinem neuen Team und Fußball macht mir viel mehr Spaß. Ich verstehe mich gut mit meinem Team und besonders mit meinem Trainer.

 

 

Siegertexte Schreibwettbewerb Platz 3: Monsterangst von Paula Kabisch, 4b

Es ist 8:00 Uhr. Tom sitzt vor dem Fernseher und schaut die Serie „Monster mäßig gut“. Er darf so lange aufbleiben, weil Ferien sind. Die Serie ist spannend und gruselig. Sie ist mit Monstern, die gerade angreifen wollen, doch da kommen Toms Eltern: „Ins Bett mit dir!“

Tom widerspricht gar nicht erst und geht fix ins Bett. Er schläft relativ schnell ein, doch mitten in der Nacht wacht er mit einem Schlag auf. „Boah, ist das dunkel!“, ist Toms erster Gedanke. Sein zweiter Gedanke: „Wo ist mein Kuschelbär? Ach, hab’ ich ihn wohl wieder im Schlaf aus dem Bett geworfen?“

Tom will seinen Bär greifen, stockt dann aber, weil ein unheimlicher Schatten, der aussieht wie eines dieser Monster aus der Serie, am Fenster ist. Tom zieht seinen Arm zurück und kriecht unter die Decke, nur noch seine Augen lugen heraus.

„Hilfe!“, denkt Tom. Jetzt bewegt sich der Schatten auch noch. Alles ist dunkel, nur durch das Fenster scheint ein bisschen Licht vom Vollmond durch die Vorhänge hinein. Und genau in diesem Licht ist ein Schatten zu erkennen. Groß ist er, mit einigen Tentakeln, die sich auf und ab bewegen.

Tom hat eine blühende Fantasie und will sie jetzt nutzen. Mutig steht er auf, geht zum Fenster (wie ein Ritter, bevor dieser eine Drachenhöhle betritt) und zieht die Vorhänge zur Seite.

„Aaaaah!“, Tom schreit fast auf. Draußen ist ein unheimliches schwarzes Etwas. Doch bei genauerem Hinsehen sieht man, dass das Etwas ein großer Fledermausschwarm ist.

Tom kichert, schnappt sich seinen Bären und legt sich ins Bett. Er geht die Geschehnisse im Kopf immer wieder durch und schmückt sie mit viel Fantasie noch aus. Schließlich ist Tom aber so müde, dass ihm die Augen zufallen.